31 Jul 2017

Abteilungsleiter Harald Muckenfu├č gewinnt mit deutschen Faustballern erneut die Goldmedaille bei den World Games

Schlagwörter: , , Bookmark and Share von: Harald Muckenfu├č

(GG): Die World Games, die Olympiade der nicht-olympischen Sportarten, wurden im polnischen Breslau ausgetragen. Als Delegationsleiter und Teammanager der deutschen Faustball Nationalmannschaft war der Brettener Harald Muckenfu├č vor Ort mit dabei. Die Nationalmannschaft stimmte sich mit einem 2-t├Ągigen ┬áVorbereitungslehrgang im s├Ąchsichen Merseburg auf das Turnier ein. Anschlie├čend ging es weiter zur gro├čen Er├Âffnungsfeier. Im Breslauer Fu├čballstadion marschierten die Faustballer zusammen mit allen anderen 37 Sportarten vor 35.000 Zuschauern ein und genossen die feierliche Er├Âffnung der Spiele. Die Besonderheit f├╝r die Faustballer bei diesem Event war das Zusammenkommen und der Austausch mit Sportlern aus aller Welt. Die Mannschaft war in einem Universit├Ątswohnheim untergebracht, wo u.a. auch Sumoringer, Rollerskater und Ultimate Frisbeespieler untergebracht waren. Da wurde sogar das Fahrstuhlfahren mit den Leistungssportlern zu einem au├čergew├Âhnlichen Erlebnis. Die Faustballer hatten zun├Ąchst noch einen gemeinsamen Trainingstag im WG Stadion und anschlie├čend Zeit. um auch andere Wettk├Ąmpfe besuchen zu k├Ânne. So wurden z.B. die deutsche Ultimate Freesbee oder auch die Korfballer kr├Ąftig angefeuert, die sich letztlich wiederum bei den Faustballern revangierten und besonders im Finale f├╝r eine tolle Stimmung sorgten. Im Faustball-Wettkampf trafen die aktuell sechs besten Mannschaften gegen einander an. Nat├╝rlich war das Deutsche Team als World Games Sieger 2013 in Cali/Kolumbien und als amtierender Weltmeister (Arentinien 2015) haushoher Favorit. Zun├Ąchst spielten alle Teams in einer Gruppe gegen einander, ┬ádie vier Erstplatzierten qualifizierten f├╝r das Halbfinale. Im ersten Spiel traf man auf Au├čenseiter Argentinien. Anfang des zweiten Satzes verletzte sich der Deutsche Superstar und Ausnahmespieler Patrick Thomas so schwer, dass er f├╝r etwa ein Jahr ausfallen wird. Deutschland gewann das Spiel zwar klar mit 3:0, war aber von dem Ausfall des weltbesten Spielers schwer geschockt. Gegen ├ľsterreich zeigte┬á die Mannschaft anschlie├čend eine desolate Leistung und entt├Ąuschte in allen Bereichen. Mit 1:3 unterlag man klar gegen den Nachbarn. Gegen Chile steigerte sich die Mannschaft dann (3:0). Der S├╝damerikameister Brasilien wurde beim 3:0 Sieg klar dominiert. Vor dem letzten Gruppenspiel gegen den Mitfavoriten Schweiz, der bei den ┬áletzten gro├čen Turnieren immer im Finale stand, waren Deutschland, Schweiz, ├ľsterreich und Brasilien mit 6:2 punktgleich. Das Team der Trainer Neuenfeld und L├Âwe gewann in einem guten Spiel mit 3:2 und wurde somit Gruppenzweiter. Damit umging die Mannschaft das Halbfinale gegen die starken Schweizer und traf dort stattdessen auf den vermeintlich leichteren Gegner Brasilien. Das Halbfinale wurde dann erstmals auch live im Fernsehen auf Sport1 ├╝bertragen. Deutschland gewann souver├Ąn mit 3:0 und schaffte damit den Einzug ins Finale. Vor dem Finale kam es zu einem langen Dauerregen wodurch der Platz unter Wasser stand. Deshalb wurden s├Ąmtliche Delegationsleiter zur Krisensitzung einberufen. Harald Muckenfu├č sprach sich trotz der widrigen Platzverh├Ąltnisse in Absprache mit den Trainern daf├╝r aus,┬á das Spiel ├╝ber die volle Distanz (ÔÇ×best of fourÔÇť) gehen zu lassen. Das Spiel um Platz drei wurde auf drei Gewinns├Ątze gek├╝rzt, das Finale wurde dann jedoch wie urspr├╝nglich geplant auf vier Gewinns├Ątzen gespielt. Das sollte sich letztlich als sehr gl├╝cklich f├╝r Deutschland erweisen, die gegen die starken Schweizer lange auf der Verliererstra├če waren und bereits mit 1:3 nach S├Ątzen zur├╝ck lagen. ┬áDanach startete die Mannschaft eine nicht mehr f├╝r m├Âglich gehaltene Aufholjagd und gewann am Ende noch sensationell mit 4:3.

Erstmalig konnten sich ├╝ber 300 000 Zuschauer live bei Sport 1 dieses Finale anschauen und sich von dieser spannenden und sportlich auf h├Âchstem Niveau stehenden Begegnung fesseln lassen. Das Team feierte anschlie├čend ausgelassen. Nach dem Endspiel gab es f├╝r das Team einen gro├čen Empfang bei der Deutschen Generalkonsulin, bei dem die Sportart Faustball und auch die mentale St├Ąrke der deutschen Spieler von vielen hochrangigen Vertretern als vorbildlich und au├čergew├Âhnlich gelobt wurden. Es bleibt zu hoffen, dass diese athletische Sportart durch die World Games und die einhergehenden TV-├ťbertragungen k├╝nftig mehr Interesse in der ├ľffentlichkeit weckt.

Nach dem Sieg